• Pension Mittelndorfer Mühle
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Geschichte ...

ln der heimatgeschichtlichen Literatur ist immer wieder zu lesen, dass die Mittelndorfer Mühle zu den ältesten Mühlen im Kirnitzschtal gehöre. Für diese Behauptung fehlt jedoch ein entsprechender urkundlicher Beleg. Einen Nachweis für das Vorhandensein der Mühle gibt es erst für die Zeit um 1518. Nach den Angaben im Hohnsteiner Amtserbbuch von 1547 war hier im genannten Jahr der Müller Matts Kott (Kotte) tätig und dem Amte gegenüber für seine Mahl- und Brettmühle zinspflichtig. Ein im Jahre 1548 gefertigtes Verzeichnis von den im Amte Hohnstein bestehenden Brettmühlen führt auf Mittelndorfer Flur neben dieser dem Müller Kott gehörenden Mahl- und Brettmühle noch eine zweite, ebenfalls an der Kirnitzsch stehende Brettmühle auf. Sie gehörte dem Richter von Mittelndorf. Bald danach wechselten beide Mühlen ihre Besitzer. 1576 war die Mahl- und Brettmühle im Besitz von Merten Brückner in Schandau und die andere im erblichen Eigentum von einigen Mittelndorfer Bauern. Letztere ist wahrscheinlich bald darauf eingegangen, denn sie taucht später nicht mehr in den Akten auf.

Brückner war Holzhändler in Schandau. Er kaufte die Hölzer in verschiedenen Waldrevieren der Hinteren Sächsischen Schweiz, ließ die Klötzer in seiner Mühle von einem Pachtmüller schneiden und danach als Schnittholz auf der Kirnitzsch nach Schandau flößen bzw. auf Wagen dahin fuhrwerken. Von Schandau aus wurden die Hölzer schließlich auf Flößen und Schiffen oder zu Floßtafeln verbunden elbabwärts zu den Holzhöfen der an der Elbe liegenden Städte transportiert. Die Mittelndorfer Mühle hatte vor allen anderen damals im Kirnitzschtal bestehenden Mühlen den Vorteil, dass sie mit Schandau durch einen Fahrweg verbunden war.

Die Familie Brückner besaß die Mühle bis um 1660 und ließ sie stets durch Pächter bewirtschaften.

Um die Mitte des 17. Jahrhunderts war dies Balzer Mitzscherlich.

Er geriet 1659 mit der Bäckerinnung in Neustadt und mit dem Amt Hohnstein in Streit, weil er in seiner Mühle Semmeln backen und diese in den umliegenden Dörfern durch seine Kinder und das Gesinde verkaufen ließ. Damit verstieß er gegen die verbrieften Rechte der Bäckerzunft.
Mitzscherlich sorgte zur gleichen Zeit auch bei den Brückners und bei der Obrigkeit für Verärgerung und Aufsehen, weil er ohne vorher eingeholte Genehmigung mit dem Bau einer neuen Brettmühle auf einer zu Ostrau gehörenden Wiese im Kirnitzschtal begonnen hatte und sein Vorhaben auch durchsetzte.

Die mit der neuen Mühle entstandene Konkurrenz veranlasste vermutlich die Brücknerschen Erben, ihren Besitz an den Müllermeister Martin Hohlfeld zu verkaufen. Aber auch dieser trennte sich bald wieder von der Mühle. 1670 befand sie sich im Besitz von mehreren Bürgern aus Schandau.

1698 war der ebenfalls in Schandau ansässige Obergeleitsmann und Akzissteuereinnehmer Gottfried Conrad der Mühlherr. lhm folgte nach seinem Tode im Jahre 1705 die Tochter Maria Magdalene Keller. Während ihrer Besitzzeit wurde zu den bereits vorhandenen zwei Mahlgängen noch ein dritter hinzugebaut. Ansonsten, so scheint es, taten sowohl die Besitzer als auch die Pächter wenig zur Erhaltung der Mühle. 1730 klagte daher der Müller Christian Mitzscherlich, dass er ,,eine sehr schlechte und geringe Mühle" bewirtschafte, die weder einen Zug- und Zuchtviehstall noch Hutweide für das Vieh besitze. lm Jahre 1753 schreibt der ,,Erb-, Mahl- und Schneidemüller" Johann Christian Hohlfeld an den Landesherrn, dass seine Mühle ,,alters halber" so baufällig geworden sei, dass er nicht mehr sicher darin wohnen könne. Weil er beabsichtigte, eine neue Mühle zu bauen, bat er den Kurfürsten, ihm das dafür notwendige Holz zu schenken oder wenigstens um einen billigen Preis zu überlassen. Er begründete seine im darauffolgenden Jahr wiederholte Bitte mit dem Hinweis auf den Schaden, den das Wehr seiner Mühle jedes Jahr durch den Floßbetrieb auf der Kirnitzsch erleide.

1764 waren in der nun dem Müller Benjamin Kunze gehörenden Mitteldorfer Mühle zwei Mahlgänge und ein Schneidegang in Betrieb. Zur Mühle gehörten jetzt zwei Scheffel Wiesenland. Mahlgänge und Brettsäge wurden durch unterschlächtige Wasserräder angetrieben. Als 1799 Christian Gottlieb Kotte das Anwesen für 2450 Taler an Christian Gottlieb Rothe verkaufte, wurde als Zubehör auch ein ,,Mühlen-Teich" erwähnt.

Da die Mühle an dem klassischen Wanderweg lag, auf dem seit dem Ende des 18. Jahrhunderts die ,,Schweizreisenden" mit Vorliebe entlang pilgerten, wählten diese sie gerne als Raststätte. Götzinger, der sie schon 1804 auch als Nachtquartier empfahl, lenkte die Aufmerksamkeit der Wanderer auch auf einen bei der Mühle befindlichen Brunnen: ,,Wegen der Nähe der Schneidemühle fallen sehr oft Sägespähne in diesen Brunnen. Diese Spähne kommen nun eine Stunde weiter gegen Süden hin mit der Quelle des Brunnens wieder hervor, welche in Postelwitz in der Nähe der Elbe hervorquillt. Da nun dort in Postelwitz selbst nie Sägespähne in den Brunnen kommen, so ist nichts wahrscheinlicher, als dass diese beiden Quellen unter dem Sandsteingebirge in genauer Verbindung stehn und von der Hauptquelle aus in zwei verschiedenen Armen ausgießen." Die Mühlengebäude umgab zu dieser Zeit ein Kranz von Obstbäumen.

lm 19. Jahrhundert werden in den Akten als Besitzer der Mühle erwähnt: Johann Goffried Rämisch (1835), Johann Christoph Schwartze (1836) und Friedrich Gustav Rämisch (1873). Johann Gottfried Rämisch löste 1835 die seit dem Mittelalter auf der Mühle lastenden Naturalabgaben in Form von Korn und Hafer gegen eine einmalige Zahlung von 4 Talern, 28 Groschen und 8 Pfennigen ab.

Unter dem Müller Friedrich Gustav Rämisch wurden im Jahre 1867 die alten Wohn- und Wirtschaftsgebäude der Mühle abgebrochen und durch Massivbauten ersetzt. Er war auch der letzte Müller, der die Müllerei in der überkommenden Weise betrieben hatte.
Rämischs Besitznachfolger, Ferdinand Müller, ließ 1882 in die Schneidemühle (die Mahlmüllerei war schon vorher aufgegeben worden) eine Holzschleiferei und eine Anlage zur Herstellung von Pappen einbauen, die von zwei Turbinen angetrieben wurden. Nach einem Brand im Jahre 1901 wurden die Gebäude wieder aufgebaut und die Produktion bis zum Jahre 1959 weiter geführt.

Bereits seit 1965 ist die Mittelndorfer Mühle eine Pension.

Seit 2000 begrüßt die Familie Uwe Krebs die Gäste und Besucher in der Mittelndorfer Mühle.

Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten von 2000 bis 2004 stehen lhnen neben der Gaststube, der Liegewiese, dem hauseigenen Parkplatz, liebevoll eingerichtete Zimmer mit Du/WC, SAT-TV zur Verfügung.

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